Aktuelles


Unsere neue Vereinsaufgabe im Schlosspark

 

Im Zuge der weltweiten klimatischen Veränderungen zeigt sich insbesondere auch im Hinblick auf die Vogelbestände ein drastischer Rückgang. Schuld daran sind unter anderem auch die mangelenden Futtervorkommen im Sinne von Insekten aber auch verschiedensten Pflanzen. Mit dem neuen Projekt der ganzjährigen Fütterung im Schlosspark möchten wir einen Beitrag zum Schutz und Erhalt dieser wundervollen Spezies leisten. Die ersten Futterrationen sind bereits vollständig aufgebraucht.

Futterspenden oder auch zielgerichtete finanzielle Unterstützung sind jederzeit gerne willkommen. Ebenso freuen wir uns über Unterstützung bei der Bereitstellung des Futters im Park.



Vereinsfahrt fällt aus!

 

Die mit dem Rhön-Zügle geplante Vereinsfaht im Juli muss aufgrund der aktuellen Situation

 

leider abgesagt werden. Die Fahrten wurden bis zum 31.08.2020 augesetzt.


Erster Höhepunkt im neuen Jahr!


Endlich!

 

Neue Bilder zur letzten Schlossparknacht und zum Tag des offenen Denkmals finden Sie hier und hier!


Unsere Jahresexkursion 2019

 

 

Am 05. Oktober 2019 haben wir endlich wahrgemacht, was uns schon lange vorschwebte - ein Besuch des Parks Hohenrode in Nordhausen. Es war der Nordhäuser  Tabakfabrikant Carl Kneiff, der 1874 vor den Toren seiner Stadt eine exklusive Villa mit einem etwa 10 Hektar großen Park errichten ließ. Für die Villa gewann er den berühmten Architekten Ludwig Bohnstedt aus Gotha, den Park legte der vor allem im Rhein-Main-Gebiet vielbeschäftigte Gartenkünstler Heinrich Siesmayer als einen englischen Landschaftsgarten an. Eine Leidenschaft seines Auftraggebers bedienend, griff er dabei auch auf seltene Gehölze zurück und gab diesem Park damit auch die Prägung eines Arboretums. Auch der etwas kleinere Marisfelder Schlosspark wird seit einigen Jahren Heinrich Siesmayer zuerkannt. Da leider keine originalen Parkpläne oder Vertragsunterlagen aus dieser Zeit existent sind, ist der tatsächliche Anteil Siesmayers an der Gestaltung der Parkanlage in Marisfeld bislang noch ungeklärt. Sein Auftraggeber in Marisfeld war nachweislich Herman von Eichel, der nach dem Erwerb des dortigen Ritterguts in den 1880er Jahren den Schlosspark ebenfalls im Landschaftsstil ausführen ließ.

 

Immerhin 19 Mitglieder unseres Vereins nahmen die Möglichkeit wahr, Heinrich Siesmayers Parkschöpfung "Hohenrode" kennenzulernen, zumal der dort seit etlichen Jahren aktive Parkverein seine Gastgeberschaft zugesagt hatte. Es war damit also auch die Gelegenheit  gegeben, einen anderen Parkverein nicht nur  näher kennenzulernen, sondern auch von dessen Engagement, dessen Erfolgen, aber auch Rückschlägen bei der Vereinsarbeit zu erfahren. Schon der Empfang und die Begrüßung unserer Exkursionsgruppe durch einige Mitglieder des Hohenroder Parkvereins war außerordentlich herzlich. So wurden wir im einstigen Kutscherhaus des Parks, das heute eine Lesecafé beherbergt, mit Kaffee und selbstgebackenen Kuchen liebevoll eingestimmt. Ein gegenseitiges Vorstellen beschleunigte das Kennenlernen, so dass wir bereits in relativer Vertrautheit den Rundgang durch den Park antraten. Besonders beim längeren Zwischenstopp in der extrem sanierungsbedürftigen Villa des einstigen Parkbesitzers Carl Kneiff wurde uns der besondere ehrenamtliche Einsatz des Hohenroder Parkvereins bewusst. Weitere Sanierungs- und Kultivierungsschwerpunkte wie der Parkpavillon, die Parkeingangstreppe und vor allem der wertvolle Baumbestand wurden uns bei der etwa zweistündigen Parkdurchquerung darüber hinaus vorgestellt. Der interessante Streifzug durch die dortige Parkanlage endete mit der Erkenntnis, dass die Nordhäuser Vereinsfreunde trotz wesentlich höherer Mitgliederzahl mit ähnlichen Problemen und Schwierigkeiten wie wir zu kämpfen haben. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, bei dem der rege Austausch fortgesetzt wurde, stand noch ein Besuch der Nordhäuser Traditionsbrennerei mit Verköstigung auf dem Programm.

 

Als wir gegen 19.30 Uhr wieder in Marisfeld ankamen, bestand der allgemeine Wunsch, dass solche Exkursionen zu andere Parkanlagen, zu anderen Parkvereinen, unbedingt fortgeführt werden sollten. Ob es gleich der berühmte barocke Schlosspark von Versaille sein wird oder Pücklers Parkanlagen in Branitz und Muskau sei zu diesem Zeitpunkt allerdings dahin gestellt.

 

 

Wir danken den Mitgliedern des Fördervereins Park Hohenrode e.V., insbesondere der jetzigen Vorsitzenden Frau Haase sowie ihrer Vorgängerin Frau Hartmann.

 

 

 

Winfried Wiegand    

 


Tag des offenen Denkmals 2019

 

 

Am Sonntag, dem 08. September, bestand vielerorts wieder die Möglichkeit im Rahmen des Tages des offenen Denkmals interessante Sehenswürdigkeiten zu besuchen und näher kennenzulernen. Auch unser Parkverein war mit einem kleinen Programm an den zahlreichen Angeboten beteiligt und lockte damit etwa zweihundert Gäste in den Marisfelder Schlosspark.

 

 

Ein wahrlich aktuelles Zeitfenster in die Geschichte öffnend, war  das Führungsangebot durch den Park diesmal dem Freiherrn Christian Friedrich von Stockmar gewidmet, der als einer der früheren Besitzer des Marisfelder Ritterguts wahrscheinlich auch die Initiative zur Schaffung eines Landschaftsparks ergriffen hatte. Auf seinem Rundgang durch das Parkareal im Beisein der Besucher begleitete den Freiherrn (Winfried Wiegand) mit Queen Victoria von England (Sophie Ehrsam) ein ganz besonderer königlicher Gast. Queen Victoria wurde wie ihr geliebter Gatte, Prinz Albert von Sachsen-Coburg, vor zweihundert Jahren geboren. Tatsächlich gab es zwischen diesen drei Persönlichkeiten eine innige Verbindung, war doch Freiherr von Stockmar der stete Ratgeber und väterliche Freund der englischen Monarchin und ihres Coburger Prinzgemahls. In dieser Rolle wurde er zu einem der bedeutendsten Vertreter der europäischen Diplomatie des 19. Jahrhunderts. Weniger bekannt ist, dass von Stockmar 1844 das Rittergut Marisfeld erwarb, hin und wieder im dortigen Schloss verweilte und dabei auch Ortsgeschichte schrieb. Vor diesem historischen Hintergrund waren die Führungen durch den Schlosspark natürlich von besonderem Reiz.

 

Dazu erwartete die Parkbesucher Kaffee und selbstgebackener Kuchen sowie - ganz nach englischer Sitte - auch schwarzer Tee mit Milch und Kandiszucker.